Kleiner Stadtparkteich

Unser Projektantrag zu „Ohz wird bunt“ umfasst auch die insektenfreundliche Umgestaltung/ Weiterentwicklung eines Kleinstgewässers. Diese Aktion sollte im Rahmen der Umweltprojekttage des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck mit Schülern des Gymnasiums auf dem Gelände der Schule umgesetzt werden.

Infolge der Corona-Pandemie ließ sich diese Gestaltung im und am Schulteich nicht mehr bis zum Projektende am 31.08.2020 mit SchülerInnen umsetzen.
Im Zuge der Einhaltung unserer Projektziele von „OHZ wird bunt“ suchten wir nach Kleinstgewässern im Stadtzentrum auf öffentlichem Grund, wo wir dieses Ziel doch noch zum Wohle der Natur und Einwohner der Stadt umsetzen können.

Da fiel der kleine Teich des Stadtparkes uns ins Auge, den wir zu Beginn des Jahres schon ein Mal von Zeitungsmüll befreit hatten.
Der kleine Stadtparkteich ist in der BioS bereits als kleines Biotop für Amphibien bekannt. Im Frühjahr waren Teichmolche zu sehen.
Dieser Teich ist ein seltenes Biotop, da er sich ausschließlich aus Hangwasser speist, das nach starkem Regen unterirdisch auf einer stauenden Schicht (vermutlich Lauenburger Ton) dort hinein fließt. Damit ist dieser Teich auch starken natürlichen Wasserstandsschwankungen unterworfen. Dieses seltene stadtnahe Refugium gilt es zu erhalten.
Mit der Idee im Rahmen des Projektes „OHZ wird bunt“ hier insektenfreundliche Maßnahmen zur Erhaltung und Weiterentwicklung eines kleinen Biotops durchzuführen, wendeten wir uns an Herrn Lüße von der Stadt Osterholz-Scharmbeck. Hier unterstützte uns die Stadt, in dem sie uns einen Sammelplatz für den Grünschnitt und Bauschutt vorhielt und für den Abtransport sorgte.
Zudem erhielten wir auch tatkräftige Unterstützung vom NABU Osterholz-Scharmbeck und so packten wir gemeinsam am 22.08.2020 in einer den Corona-Regeln entsprechenden Tagesaktion kräftig an.

An diesem Tag setzten wir mehrere Schritte um:

1. Müll sammeln, innerhalb des Teiches und im angrenzenden Bereich und Abfuhr dessen.

2. Bauschutt entfernen innerhalb des Teiches und Abfuhr dessen, wobei wir leider feststelln mussten, dass fast die gesamte Teichmitte aus mindestens 30 cm Bauschutt (insb. Ziegel) und Müll (z.B. Kämme, Schuhe, Flaschen) bestand und viele Schubkarren nötig waren.

3. Entfernen des Totholzes aus dem Teich und randnahen Bereich. Nur einzelne Totholzäste verblieben im Teich als Ablagehilfe für die Laichschnüre der Amphibien.

4. Aufschichten des Totholzes in mind. 5 m Entfernung zum Teich zur Schaffung von Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und als Lebensstätte für verschiedene Insekten.

5. Entfernung von zusätzlichem Laub (ca. 5 cm) aus dem Teichbereich, was aber als Humusauflage unter den umliegenden Gebüschen verteilt wurde.

6. Entfernung von einzelnen Pflanzen (insb. Neophyten wie Indisches Springkraut und Japanischer Knöterich).

7. Auslichten und Rückschnitt des Gebüschaufwuchses südlich vom Teich, damit die lichtliebenden Pflanzen im Teich, z.B. Gelbe Sumpfschwertlilie, wieder mehr Sonnenlicht erhalten.

Ein herzliches Dank gilt allen Helfern der Aktion!

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