Schädigungen von Natur und Landschaft in Teufelsmoor und Hammeniederung

Im Teufelsmoor waren die 1980er Jahre noch bis in das nachfolgende Jahrzehnt von großflächigem Torftagebau bestimmt mit weithin vegetationslosen Frästorffeldern, tiefgründigen Entwässerungsgräben und letzten Urbarmachungen von Moorflächen. Diese Zeit fällt zusammen mit dem Aussterben des Birkhuhns, deren nichtflügge Junge bei den Wanderungen zwischen Schlupf- und Aufwuchsflächen in den steilwandigen Gräben ertrinken mussten wie auch viele andere nestflüchtende Jungvögel von Bodenbrütern. Nachfolgende torfzehrende und damit Ressourcen verbrauchende, klimabelastende Bewirtschaftungen herrschen bis heute auf den Moorböden vor.

Zeitgleich prägten große Wiesenvogelgemeinschaften die Vogelwelt der Hammeniederung. Allein Kiebitz und Uferschnepfe brüteten hier noch Ende der 1970er Jahre mit 500 bzw. 340 Paaren. Infolge von Nutzungsintensivierungen, u.a. mit Vorverlegung des Mahdtermins und Verkürzung der Nutzungsintervalle, gingen die Brutbestände der Wiesenvögel bis Mitte der 1990er Jahre stark zurück, beim Kiebitz auf 62 und bei der Uferschnepfe auf 41 Paare. Das Brutvorkommen des Kampfläufers, einer hinsichtlich Nutzungseinflüssen und Entwässerungen besonders empfindlichen Art, erlosch Anfang der 1980er Jahre. Der Brutbestand des Weißstorches, der Charakterart des nachhaltig bäuerlich genutzten Feuchtgrünlands, war bis 1986 auf ein erfolglos brütendes Paar zurückgegangen und damit kurz vor dem Erlöschen des Vorkommens dieser Großvogelart in der Hammeniederung.