Messstation am südlichen Stadtrand

Dieser Bereich liegt am südlichen Stadtrand von Osterholz-Scharmbeck zwischen der Bremer Straße und der Stelle, an der die Wienbeck in den Scharmbecker Bach fließt. Der Bereich wurde 2012/13 renaturiert.

Die Gewässerqualität ist insgesamt gut. Bei den chemischen Eigenschaften liegen lediglich die Konzentrationen der Phosphat- und Nitrit- Ionen mehrmals im erhöhten Bereich, die anderen Parameter liegen durchgehend im guten Bereich. Auch die Betrachtung der Strukturgüte führt zu einem guten Ergebnis, zwischen den landwirtschaftlichen Nutzflächen befindet sich ein breiter ungenutzter Randstreifen. Trotzdem finden sich im Uferrandstreifen auffallend viele Pflanzen, die stickstoffreiche Böden bevorzugen, was auf die Düngung der umliegenden Felder zurückzuführen ist. An diesem Abschnitt wurden von Schülern des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck Erlen angepflanzt, die hier gut gedeihen. Der Bach ist hier etwa 1,5m breit und 10cm bis 30cm tief.
Die Bachfauna ist nur mittelmäßig gut, während des Frühjahrs wurden Plattegel in geringer Zahl gefunden. Köcherfliegenlarven konnten nur im April in kleiner Zahl gefunden werden, Flohkrebse hingegen waren das ganze Jahr über in unterschiedlich großer Zahl zu finden.

Die Durchschnittswerte vor und nach der Renaturierung zeigen, dass die Konzentration der Phosphat-, Nitrat-, Nitrit- und Ammonium-Ionen gestiegen und der pH-Wert konstant geblieben ist. Diese Konzentrationen wirken sich aber nicht negativ auf die Güte des Baches aus.
Die Anzahl der Flohkrebse und Plattegel ist stark zurückgegangen, die ohnehin kleine Population der Köcherfliegenlarven ist nur geringfügig gesunken.
Auch die Strukturgüte hat sich durch das Entfernen von Steinschwellen und die Behebung der Begradigung verbessert.

Die starken Schwankungen der Nitratkonzentration lassen sich auf die Düngung der Felder zurückführen.