Aktuelles

Sammelverordnung – Kritikpunkte und Fakten

Die aktuelle Diskussion um die geplante Sammelverordnung „Hammeniederung-Teufelsmoor“ wird unserer Wahrnehmung nach von unsachgemäßer Argumentation und unfairem Umgang seitens einzelner Nutzer- und Interessengruppen geprägt. Durch die Vermischung belegbarer und vermeintlicher Fakten, dem Streuen von teilweise bewussten Fehlinformationen, Vorwürfen und Behauptungen wird leider immer wieder versucht, den Diskurs in eine bestimmte Richtung zu lenken und für eigene subjektive Interessen zu funktionalisieren.

Als Biologische Station und Einrichtung der ehrenamtlich aktiven Naturschutzverbände im Landkreis möchten wir zum besseren Verständnis der Hintergründe und zur Richtigstellung verschiedener unhaltbarer Behauptungen die wichtigsten Fakten zur Sammelverordnung aus unserer Sicht darstellen.

> Schädigungen von Natur und Landschaft in Teufelsmoor und Hammeniederung

> Investitionen und Maßnahmen des Naturschutzes – Leistungen und Erfolge

> Behauptungen und Fakten


Innovativer Schritt in die richtige Richtung:
Neues Landesraumordnungsprogramm bietet Chancen für eine nachhaltige Entwicklung

Die Erhaltung und Sicherung der Moore ist schon seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen der Naturschutzverbände. „Neben dem Schutz der selten gewordenen Lebensräume mit vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten müssen wir unsere Moore auch aus Klimaschutzgründen unbedingt erhalten“, so Hans-Gerhard Kulp, einer der Initiatoren der „Aktion Moorschutz“. „Durch den Abbau von Torf und die land- und forstwirtschaftliche Nutzung wird in großem Umfang der im Torf gebundene Kohlenstoff in die Atmosphäre frei gesetzt. Die Zerstörung der Moore trägt damit wesentlich zum Klimawandel bei!“

Der Planung des Umweltministeriums zum Moorschutz im Landesraumordnungsprogramm (LROP) ist deswegen ein innovativer Schritt in die absolut richtige Richtung, da sind sich die Vertreter von Nabu und BUND sicher. Der Torfabbau in Niedersachsen muss gestoppt und die Treibhausgasemission aus landwirtschaftlich genutzten Moorflächen – insgesamt 12 % der gesamten Emissionen in Niedersachsen ‑  muss reduziert werden. Der Umbruch von Grünland und die oft metertiefe Entwässerung de Torfböden machen unsere Moore kaputt. Und nicht nur das Moor, auch die Vielfalt an Tieren und Pflanzen und mit ihnen die Erholung suchenden Menschen leiden unter der unangepassten Nutzung vieler Moorböden.

Durch die Ausweisung von „Vorranggebieten für Torferhaltung und Moorentwicklung“, wie sie die Landesregierung plant, wird nun erstmals eine Rechtsgrundlage geschaffen, die dem großflächigen Torfabbau in diesen Gebieten ein Ende setzt. „Das war längst überfällig und wird von allen Naturschutzverbänden begrüßt“, so Jutta Kemmer von der Koordinationsstelle für naturschutzfachliche Verbandsbeteiligung (KNV). Denn anders als im Landkreis Osterholz, wo Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen, Politik, Verwaltung und Landwirtschaft an einem Strang gezogen und schon 2012 das damals von der CDU-FDP-Landesregierung neu geplante „Vorranggebiet für Torfabbau“ im Günnemoor verhindert haben, ist der Torfabbau in anderen Landkreisen Niedersachsens immer noch ein brennendes Thema.

Dass eine klimafreundliche Nutzung der Moore gefördert werden soll, liegt im Interesse aller. Die Kontroverse, die seitens der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit deswegen entfacht wird, ist sachlich nicht nachvollziehbar. „Da werden Unsicherheiten und Ängste geschürt, die völlig unbegründet sind“, so Peter Heyer vom Nabu-Kreisverband Osterholz. Aussagen, dass Flächen zwangsweise wiedervernässt werden, mit den Festlegungen eine „Quasi-Enteignung“ stattfinde oder sogar ein „Entsiedlungsprogramm“ betrieben werde, sind absurd und sachlich völlig unbegründet. Die Festlegungen des LROP haben keine Auswirkungen auf die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bewirtschaftung und Flächennutzung. Außerdem betreffen die Festsetzungen des LROPs nur „raumbedeutsame“ Vorhaben, also Maßnahmen oder Planungen in einer Größenordnung von in der Regel über 10 ha (100.000 qm). Dass Großmastanlagen oder Industrieanlagen mitten in unseren Mooren in Zukunft nicht mehr so leicht realisierbar sind, können wir nur begrüßen und unterstützen. Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die auch die Raumplanung berücksichtigen muss – da sind nicht nur die Verbraucher z.B. als Käufer von Blumenerde gefragt.

Das Land hat mit dem eigens aufgestellten Förderprogramm „Niedersächsische Moorlandschaften“ eine Förderrichtlinie geschaffen, die freiwillige Maßnahmen zum Moorschutz unterstützt. Das wird von keinem der Kritiker erwähnt. Das Teufelsmoor ist einer der Schwerpunkte in der festgelegten Programmkulisse. Eine riesige Chance für unsere Region, wenn die Möglichkeiten erkannt und effizient genutzt werden. Alle angebotenen Förderungen für klimaschonende Bewirtschaftung in den Mooren sind freiwillig. Niemand wird enteignet. Unstrittig ist aber, dass auch die Landwirtschaft sich dem Problem des Klimawandels stellen muss!

Scharmbecker Bach gewinnt die Bachperle!!

Aktion Moorschutz

Die neu gegründete Ak­ti­on Moor­schutz ist ein über­ver­band­li­cher Zu­sam­men­schluss mit Ak­ti­ons­ra­di­us Nie­der­sach­sen. Be­tei­ligt sind die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on Os­ter­holz e.V., der BUND Bre­men und Nie­der­sach­sen, die Man­fred-Herm­sen-Stif­tung so­wie der NABU Nie­der­sach­sen. Sie kann auf der neuen Internetseite www.aktion-moorschutz.de besucht werden.

Naturgartenplan

Hochwasser an Hamme, Wümme und Oste

Norddeutsche Seenplatte – beeindruckendes Naturschauspiel der Überschwemmungen von Hamme, Wümme, Wörpe und Oste im Winter 2011/2012

Resolution: Schutz für die Schwaneweder Heide

Austausch mit russischen Moorkundlern

Anti-Atomkraft-Aktionen

Stellungnahme zum Bebauungsplan Rolandsgraben, Lilienthal

Stellungnahme zum Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms

Stellungnahme gegen Vorranggebiete für Torfabbau im Günnemoor

Lurchwanderung im Landkreis Osterholz

Übersicht Rastgeschehen und Flugkorridore der Kraniche, Schwäne und Gänse in der Breddorfer Niederung

Gewässerentwicklungsplan Giehler Bach

Wir sammeln alte Handys

Kontakt

Rufen sie uns an! (04791) 9656990

Rufen sie uns an! Kontaktformular

Aktuelles

Kalender

Demnächst:

Das Wetter

  • Osterholz-Scharmbeck
    Bewölkt mit Regenschauern
    16°C
    Luftfeuchtigkeit: 87%
    Wind: 11 km/h ONO