Wo brüten Störche im Landkreis Osterholz?

2017: Zahl der Brutpaare steigt weiter!

Im Landkreis Osterholz steigt die Anzahl der Brutpaare auf 28! Davon haben 22 Nestpaare erfolgreich gebrütet und ihre Jungen sind ausgeflogen. Nur die Anzahl der ausgeflogenen Jungstörche war aufgrund der nassen Witterung im Sommer mit 40 etwas geringer als im Vorjahr.

2016: noch mehr Brutpaare!

Im Landkreis Osterholz steigt die Anzahl der Brutpaare weiter. Neue Nistpfähle wurden gleich angenommen. Die Anzahl der ausgeflogenen Jungen war mit 42 Jungstörchen etwas niedriger als im Vorjahr.

2015: 48 Jungstörche ausgeflogen!

23 Storchenpaare haben in diesem Jahr im Landkreis Osterholz gebrütet. Davon haben 18 Paare 48 Jungtiere aufgezogen. “Sensationell” sagt Storchenvater Ortwin Vogel. Wieder ein neuer Rekord, der Aufwärtstrend hält an! Nicht einmal in den 1950er Jahren gab es soviele Jungstörche. Die Aufzuchtbedingungen waren günstig: nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu nass.

2014: so viele Brutpaare wie noch nie seit 1950!

22 Storchenpaare haben in diesem Jahr im Landkreis Osterholz gebrütet, dass sind wieder 5 Paare mehr als im Vorjahr. Die Bestandskurve geht steil nach oben. Der Winter war sehr mild, so dass viele Westzieher gar nicht nach Afrika geflogen sind und viel Kraft gespart haben. In den Überwinterungsgebieten in Spanien wurden Stromleitungen abgebaut, an denen bisher viele Störche den Stromtod gestorben sind. Aber auch die Renaturierungserfolge in der Hammeniederung tragen mit einem besseren Futterangebot mit zu dem positiven Bestandstrend bei.

Das kalt-nasse Wetter im Mai hat allerdings seinen Tribut bei den Kücken gefordert. 8 Brutpaare haben letztlich keinen Bruterfolg gehabt. Aber immerhin sind 31 Jungstörche ausgeflogen (s. auch Bestandsentwicklung!).

Störche 2013 – 17 Brutpaare, 25 Jungstörche!

17 Storchenpaare haben in diesem Jahr im Landkreis Osterholz gebrütet. 2 mehr als im Vorjahr. Ein erfreulicher ständiger Aufwärtstrend.

Nicht alle hatten Bruterfolg, aber bei 13 Brutpaaren sind 25 Jungstörche flügge geworden (s. auch Bestandsentwicklung!). Die anderen Paare haben die Brut aufgegeben. Langjährige Erfahrungen sprechen im Schnitt von einer 25%igen Brutaufgabe pro Jahr, durch Storchenkämpfe oder zu junge Brutstörche.

“Presto” in Bargten mit der Ringnummer 1X491 am 11. März 2013

Anfang März kamen die ersten Störche mit einer kleinen Verspätung aus dem spanischen Überwinterungsgebiet zurück. Die zweite Rückkehrerwelle aus Spanien und dem westlichen Afrika (Marokko/ Senegal) flogen durch eine Schlechtwetterfront in Spanien und trafen verspätet zwischen dem 15. März und Anfang April ein.

Im April kamen auch die Ostzieher aus dem Sudan und Südafrika in die Region.

Durch eine Schlechtwetterfront in Rumänien und Bulgarien waren die Einflüge erst Mitte Mai abgeschlossen.

Erfreulich ist, dass 5 Neuansiedlungen zu vermelden sind.

Neue stolze Storchenbesitzer gibt es in Pennigbüttel-Altenbrück, bei Finken im Teufelsmooor-Wulfsburg, Kück Verlüßmoor, Ostersode-Meinershagen und Viohl in Worpswede-Weyermoor, wobei die Störche in Meinershagen im Eigenbau ein Nest auf einem Gittermast mit Sirenenkopf hinbalancierten. Das dürfte in Deutschland fast einmalig sein.

Durch die starken Regenfälle im Juni hat es leider unter Jungstörchen einige Verluste gegeben. Trotzdem gab es eine erfolgreiche 4er Brut im Tiergarten Ludwigslust. Jeweils 3 Junge wurden auf Hammelwarder Sand bei Wemken und Kück im Verlüßmoor groß.

Je 2 überstanden das Wetterdebakel im Teufelsmoor bei der Campinggemeinschaft, Altenbrück, Lohmann in Seebergen und in Meinershagen.

Mit je 1 Jungstorch verlief es nicht so gut bei den beiden anderen Nestern im Tierpark Ludwigslust, Kolke am Ortseingang von Osterholz-Scharmbeck, H. Cronjäger in Moorhausen und Melloh in Viehland.

1 Jungstorch fiel bei Kolke dem schlechten Wetter zum Opfer, während ein weiterer bei einem seiner ersten Ausflüge von einem Auto tödlich verletzt wurde. Bei H. Cronjäger starben 2 relativ große Junge durch den Dauerregen im Juni.

Brutaufgaben gab es bei E. Cronjäger in Vierhausen, Finken Teufelsmoor, Tietjen Nordwede.

Völlig aus dem Ruder verlief das Brutjahr für Aaron auf dem Baumnest beim Möbelhaus Meyerhoff. Mal war er auf dem Baumnest mit seiner neuen Partnerin, mal bei Tietjen in Buschhausen. Dort brütete er auch bis der Altbesitzer mit der Ringnr. 5 X 541 zurückkam. Beim Storchenkampf gingen die Eier zu Bruch. Nach getaner Arbeit besiedelte 5 X 541 das Nest in Altenbrück, während Aaron wieder Besitzer von 2 Nestern war, allerdings ohne Nachwuchs.

Das Ritterhuder Nest auf dem Dammgut blieb leer. Die Störchin vom letzten Jahr mit der Ringnr. 4 X 940 war zuletzt in diesem Jahr als Einzelstorch auf dem Nest in Vierhausen.

Hoffnungsfroh stimmt für die nächsten Jahre, dass Einzelstörche wie auch einige Storchenpaare leere Nester in diesem Jahr sporadisch zusätzlich bezogen haben.

Störche 2012 – 15  Brutpaare haben 30 Jungstörche!

Dieses Jahr zeichnet sich ein neuer Rekord bei den Weißstörchen ab: noch nie seit Beginn der Storchenbeobachtung 1950 gab es soviele Brutpaare!

Bis zum 28. März waren bereits 9 Storchenpaare auf ihre Horste zurückgekehrt. Alle diese Störche haben entweder in Spanien oder Westafrika überwintert. Folgende Nester sind mit Weststörchen besetzt:

  • Wemken in Hammelwarder Sand (3 Junge)
  • Swoboda in Rade (1 Junges)
  • Baumnest Meyerhoff (3 Junge)
  • zunächst 5 Nester Tierpark Ludwigslust, davon ein Single,  ein Paar hat die Brut aufgegeben, war wohl noch zu jung
  • Kolke in Osterholz (3 Junge)
  • Campingplatz Teufelsmoor (3 Junge)
  • Melloh Viehland (2 Junge)
  • Lohmann Seebergen (3 Junge)

Mitte April besetzten die ersten Ostzieher, die im Sudan, Tschad oder Südafrika überwintert haben ihre Nester. Sie brüten bei

  • Hermann Kronjäger in Moorhausen (1 Junges)
  • Erhard Cronjäger in Vierhausen – während der Brut hat ein fremdes Weibchen die brütende Störchin im Kampf getötet; die Brut wurde natürlich aufgegeben, das Männchen hat den Ring 5X320
  • Familie Tietjen in Nordwede (Worpswede) (1 Junges)
  • Dammgut, keine Brut, Ringstörchin 4X490 brütete im Vorjahr in Vierhausen und kehrt (reumütig) dorthin zurück
  • Tietjen, Bahrenwinkel, Ringstorch 5X541 (2 Junge)

Ekkehard Jähme vom NABU Schwanwede hat bei allen Ringstörchen die Nummern abgelesen. Erfreulicherweise handelt es sich um viele alte Bekannte, die schon seit mehreren jahren die Nester besetzt haben. Das garantiert auch meistens einen sehr guten Bruterfolg.

Ende Mai halten sich neben den Brutstörchen auch ca. 40 Jungstörche in der Hammeniederung und durchsuchen die spät gemähten Wiesen nach Heuschrecken etc.

Seit Anfang August ziehen die ersten Jungstörche schon wieder nach Afrika. Die meisten entscheiden sich für den gefahrvollen Weg über den Nahen Osten, nur 10 – 20% fliegen die Westroute über Gibraltar. Selbst innerhalb von Geschwisterjungen gibt es unterschiedliche Vorlieben für den Zugweg.

12  Storchenpaare im Jahr 2011

Gegenüber 2010 gibt es in diesem Jahr 2 Storchenpaare mehr im Landkreis Osterholz. Mit 3 Neuansiedlungen geht der Aufwärtstrend der brutpaare weiter. Offensichtlich wird der Raum Lilienthal/Worpswede von den Störchen jetzt auch erschlossen.

Die ersten Frühankommer besetzten schon am 26. Februar die Nester.  Ende März waren die Nester der weitziehenden Störche in Hammelwarder Sand, Tierpark Ludwigslust, die Baumnester in Bargten und Meyerhoff in Buschhausen, die Pfahlnester Kolke in Osterholz, Melloh in Viehland, im Teufelsmoor und Lohmann in Seebergen mit Paaren besetzt. Am 1. April flogen die ostziehenden Störche in Rade bei Swoboda und Hermann Cronjäger in Moorhausen ein. Neuansiedlungen gab es in dieser Zeit auch in Buschhausen-Bahrenwinkel, Lilienthal Vierhausen und Worpswede-Nordwede. Die ewigen Storchenkämpfe in Moorhausen führten leider zum Totalverlust des Geleges. Die Trockenheit im April und Mai hat den Alttieren die Fütterung der Jungen sehr erschwert. Die Regenwürmer haben sich in tiefere Bodenschichten verkrochen und waren für die Schnäbel der Eltern nicht mehr erreichbar.

Insgesamt wurden in 12 Nestern 25 Junge groß. Ob sie die feuchte Witterung im Juli gut überstehen ist aber noch unsicher:

Tietjen-Bahrenwinkel 1 Junges
Tierpark Ludwigslust 4 Junge
Tierpark Ludwigslust Baumnest 1 Junges
Kolke, Ortseingang Osterholz 3 Junge
Baumnest Meyerhoff 2 Junge
Campingplatz Teufelsmoor 3 Junge
Lilienthal-Vierhausen 2 Junge
Melloh, Viehland 1 Junges
Tietjen, Worpswede-Nordwede 1 Junges
Lohmann-Seebergen 2 Junge
Swoboda-Rade 3 Junge
Wemken-Hammelwarder Sand 2 Junge

Das Storchenjahr 2010

2010 begann wieder als ein gutes Storchenjahr. Zehn Nestpaare haben sich bis Ende April im Landkreis Osterholz eingefunden. Das heißt die “Wackelkandidaten” vom Baumnest beim Möbelhaus Meyerhoff und in Moorhausen, sind fest entschlossen in diesem Jahr Storchenjunge aufzuziehen.

Ungewöhnlich früh füllten sich die Nester ab dem 25. Februar bis Mitte März:

  • beim Ortseingang Osterholz,
  • beim Tierpark Ludwigslust in Bargten,
  • auf der Domäne Hammelwarder Sand
  • und bei Lohmann in Hambergen

Bis zum 1. April waren dann auch jeweils die beiden Störche auf den Baumnestern bei Meyerhoff, dem Tierpark Ludwigslust, im Teufelsmoor bei der Campinggemeinschaft, bei Melloh in Waakhausen-Viehland und an der Weser in Rade eingetroffen. Groß war die Freude bei Hermann Cronjäger in Moorhausen, als am 9. April die Störchin landete.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. So ist z. Zt. noch das Nest auf dem Dammgut in Ritterhude unbesetzt. Zwar wurde das Männchen schon am 3. März gesichtet, doch hat es sich nach mehreren Kurzbesuchen wieder verabschiedet. Die Störchin kam am 12. April, aber auch Sie war bald wieder verschwunden.

Das Brutergebnis war dann mit 30 Jungstörchen dieses Jahr besonders erfreulich:

je drei Jungstörche sind in den Nestern Hammelwarder Sand, Rade, auf den Baumnestern Meyerhoff und dem Tierpark Ludwigslust, der Campinggemeinschaft Teufelsmoor, am Ortseingang von Osterholz und in Seebergen flügge geworden.

Je vier Jungstörche sind direkt im Tierpark Ludwigslust und in Viehland aufgewachsen. Zum ersten Mal gab es auch ein Junges im Nest in Moorhausen.

Das sehr gute Brutergebnis ist u.a. auf die günstige Witterung zurückzuführen. Während der Schlupfzeit wechselten sich Sonnen- und Regentage kontinuierlich ab, so dass Anfangs die benötigten Regenwürmer zur Verfügung standen und die Sonne die Kücken nicht verklammen ließ. Als dann die Hitzewelle kam wurden die Wiesen gemäht und für die Störche gab es ausreichend Mäusefutter.

Hilfreich war sicherlich auch, das der Storchenbeauftragte Ortwin Vogel mit den Besitzern fast alle Nester im Frühjahr grundgereinigt hat und so z.B. Staunässe in den Nestern vorgebeugt hat.

Tierpark Ludwigslust bei Bargten
Hammelwarder Sand
Baumnester bei Meyerhoff
in Teufelsmoor bei der Campinggemeinschaft
bei Melloh in Waakhausen-Viehland
an der Weser in Rade

bei Hermann Cronjäger in Moorhausen
Seebergen
Ortseingang Osterholz-Scharmbeck am Flugplatz (Kolkes Nest)

Das Storchenjahr 2009

2009 begann wieder als ein gutes Storchenjahr. Zehn Nestpaare haben sich Anfang Mai im Landkreis Osterholz eingefunden. Frau Höper hat einige sehr schöne Bilder von den Nestpaaren zur Verfügung gestellt.
Während die Storchenpaare, die schon Anfang März ihre Nester bezogen sehr gute Brutergebnisse erzielten, ist bei den Spätankömmlingen, die meist über die Ostroute wandern und erst Ende April/Anfang Mai eintrafen das Ergebnis enttäuschend.
Wie immer spielte das Wetter eine große Rolle. Die Starkregen im Juni/Juli ließen schnell die Nester voll laufen. Wer da als Jungvogel sich nicht an den Nestrand retten konnte, ertrank. Die Nester sind durch den Kot der Jungstörche aus dem letzten Jahr wie eine Betonwanne dicht geschmiert und lassen das Wasser nicht ablaufen.
Die Nester sollen im Herbst bzw. Winter gereinigt werden. Eine Einlage mit grobem Schredder soll dann die Nester wasserdurchlässiger machen.

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