Jahresrückblick

Das Wetter 2021

Das Jahr 2021 kam uns feucht und kühl vor. Es war bei uns nicht so von der Klimaerwärmung geprägt wie die Vorjahre, sondern eher „normal“, so wie im langjährigen Mittel der internationalen Vergleichsperiode 1961 bis 1990. Der Winter zu Beginn des Jahres dauerte lange. Ende Januar fiel der Schnee und blieb bis Mitte Februar liegen. Vorher, am 21. Januar, brachte eine Warmluftfront stürmische Winde bis 90 km/h und Temperaturen bis 10°C. Das war der stärkste Sturm des Jahres. Die Nacht des 14. Februar war mit -11,7°C die kälteste des ganzen Jahres.

Ab Rosenmontag, dem 15. Februar, setzte Tauwetter ein. Innerhalb von 10 Tagen stieg die Temperatur spektakulär um 30° auf 19°C am 24. Februar. Das wiederum war die höchste Februartemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Winter im Jahr 2021 hatte 58 Frosttage und sogar 16 Eistage mit Dauerfrost. April und Mai waren auch noch kühler als das langjährige Mittel. Seit vielen Jahrzehnten gab es nicht mehr einen so kalten April. Vorherrschende Nordwinde bliesen kalte Polarluft in unseren Raum. Die Vegetationsentwicklung, erkennbar z.B. an der Blüte von Apfelbäumen, war um etwa zwei Wochen verzögert. Erst im Juni wurde es heiß und sonnig. Am 17. Juni erreichte das Thermometer die Höchsttemperatur des Jahres mit 33,2°C. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 9,8°C und damit 1,4°C mehr als im langjährigen Mittel.

Weil der Niederschlag relativ gleichmäßig verteilt war, hatte man nicht so ein ausgeprägtes Sommergefühl. Es war eher schwül warm als hochsommerlich. Die Regenmenge lag in der Summe dieses Jahr sogar etwas über dem langjährigen Mittel. Auch die Sonne schien ziemlich genau so lang wie im langjährigen Mittel. Nur im Mai, der 2021 kein „Wonnemonat“ war, und im August fehlten richtig viele Sonnenstunden und trübten die Stimmung. Also insgesamt war das Wetter 2021 recht durchschnittlich (zum Glück!) ohne Extreme, wie in anderen Teilen Deutschlands.

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  • 12. Januar 2022
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