Jahresrückblick

Das Wetter 2016

Im Jahr 2016 war die erste Jahreshälfte verregnet und die zweite dafür viel zu trocken. Zwar gab es bei uns keine dramatischen Fluten wie in Bayern oder Tornados wie in Hamburg und Schleswig-Holstein, aber so einen nassen Juni wie 2016 hat es seit 15 Jahren nicht mehr gegeben. Ab Juli folgte ein  sehr trockener Sommer, wie wir ihn auch noch nie an der Mühle von Rönn gemessen haben. Insgesamt lag die Jahresniederschlagsmenge etwas unter dem langjährigen Mittel. Die höchste Regenmenge mit über 31 l/m²  fiel bereits am 9. Februar.

Das Jahr begann im Januar  winterlich. In der kältesten Nacht des Jahres  am 22. Januar  fiel die Temperatur auf -9,2°C. Insgesamt gab es an 68 Tagen Frost und an 10 Tagen herrschte Dauerfrost. Jeweils mit dem Tauwetter wurde es am 8. Januar und am 8. Februar stürmisch. Die stärksten Sturmböen des Jahres erreichten 85 km/h. Im Rheinland mussten Rosenmontagszüge abgesagt werden. Solche “Katastrophen” blieben uns erspart.


Im Unterschied zum Süden Deutschlands gab dieses Jahr in Osterholz-Scharmbeck keine Temperaturrekorde. Nur der September war außergewöhnlich warm. Insgesamt brachte der Sommer 38 heiße Tage über 25°C und 9 Tropentage über 30°C. Gleich an zwei Tagen wurde die Jahreshöchsttemperatur mit 33,1°C gemessen: am 25.Aug. und am 13.Sept.. Die Jahresdurchschnittstemperatur lag etwas über 10°C.

Die Sonne schien über das Jahr ca. 60 Std. länger als im Durchschnitt der Jahre 1960 bis 1990, die wir als Vergleichszeitraum heranziehen. Der Mai war ein wahrer Wonnemonat mit 237 Sonnenstunden, aber der September hatte den höchsten Überschuss und lag 64 Std. über der normalen Sonnenscheindauer. Dann folgte ein nebliger Oktober mit der geringsten Sonnenscheindauer, die wir je im Oktober gemessen haben. Anfang November gab es bereits den ersten Schnee, aber bis Jahresende kam der Winter nicht wieder zurück. Wie der Jahresbeginn war auch das Jahresende schneearm.

Das Wetter 2015

2015 war ein sehr warmes und nasses Jahr. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 10,2°C und lag damit 1,8°C über dem langjährigen Mittel der Station Teufelsmoor des Deutschen Wetterdienstes von 1960 bis 1990. Nur im Mai und Oktober sank die Monatstemperatur geringfügig unter das langjährige Mittel.

Es begann schon mit dem außergewöhnlich warmen Winter. Die Kältesumme, d.h. die Addition der Tagestemperaturen unter 0°C betrug nur -13,5°. Es gab nur 3 Tage mit Dauerfrost. Die tiefste Temperatur des Winters erlebten wir mit -6,2°C am 7. Februar. Gleichzeitig gab es außerordentlich hohe Niederschläge, so dass es zu langandauernden Überschwemmungen in der Hammeniederung kam. Insgesamt blieben Wiesen und Weiden grün und konnten schon im März bei frühlingshaften Temperaturen weiter wachsen.

Nach dem nassen Winter waren die Monate April bis Juni wie in den Vorjahren wieder sehr trocken. In Zuge des Klimawandels ist der April mittlerweile der niederschlagsärmste Monat. Das typische Aprilwetter findet schon im März statt. Ungewöhnlich ist auch, dass wir im April mehr Sonnenschein hatten als in jedem anderen Monat des Jahres. Der Sommer dagegen brachte wieder kräftige Niederschläge. Am höchsten war der Niederschlag im November mit fast 160 l/m². Am 15. November brachte ein Starkregen alleine 50 l/m². Insgesamt war das Jahr 2015 mit mehr als 1000 l/m² das nassteste Jahr seit wir Niederschlag messen. Die Tendenz, dass die Niederschläge zunehmen, zeichnet sich immer deutlicher ab.

Der Sommer war warm, aber nicht extrem heiß. Es gab 30 Sommertage mit Temperaturen über 25°C, davon auch sieben Tage mit Temperaturen über 30°C. Am heißesten war der 30. Juni mit 36,4°C. Die Sonne schien in der Summe wie in den Vorjahren 100 Std. länger als im langjährigen Mittel. Zwischen dem 10. und 13. Oktober kam mit Ostwind Sonnenschein und der erste Nachtfrost.

Die größte Abweichung vom langjährigen Mittel gab es aber im November und Dezember. Die Temperaturen blieben hoch. Westwind sorgte für einen sehr milden Winteranfang. Bis Weihnachten blieb die Durchschnittstemperatur auf 8,2°C, d.h. sie war 6,3° höher als normal. Am 29. November gab es auch den stärksten Sturm mit Windböen über 100 km/h.

Das Wetter 2014

2014 war nicht nur deutschlandweit sondern auch in Osterholz-Scharmbeck das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 10,9°C und lag damit 2,5°C über dem langjährigen Mittel der Station Teufelsmoor des Deutschen Wetterdienstes von 1960 bis 1990. Alle Monatstemperaturen lagen über dem langjährigen Mittel. Es begann schon mit dem außergewöhnlich warmen Winter. Nur in der zweiten Januarhälfte gab es mehrere Eistage, an denen die Temperatur nicht über den Gefrierpunkt anstieg. Am kältesten war es am 25. Januar mit -10,4°C. Es gab aber nur ganz wenige Tage mit Schnee. Insgesamt blieben Wiesen und Weiden grün und konnten schon im Februar bei frühlingshaften Temperaturen weiter wachsen. Schon im März stieg das Thermometer über 20°C und die Monatsmitteltemperatur war 4°C höher als normal. Aber Anfang Mai gab es noch einmal Frost (Eisheilige), so dass viele Apfelbäume dieses Jahr keinen guten Fruchtansatz hatten.

Das Frühjahr und der Juli waren relativ nass. Aber es wechselten immer trockene und nasse Monate, so dass insgesamt der Niederschlag gut verteilt war und keine ausgeprägte Trockenheit herrschte. Mit 788 l/m² war 2015 etwas nasser als das langjährige Mittel. Die Tendenz, dass die Niederschläge zunehmen, zeichnet sich immer deutlicher ab. Ein heftiger Starkregen fiel in der Kreisstadt am 9. Juli mit über 40 l/m². Der eine oder andere wird sich erinnern, auch das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft vier Tage später war verregnet.

Der Sommer war warm, aber nicht extrem heiß. Es gab 48 Sommertage mit Temperaturen über 25°C, aber nur an zwei Tagen stieg das Thermometer über 30°C. Am heißesten war der 19. Juli mit 33,5°C. Der Juli war mit 240 Std. auch der Monat mit dem meisten Sonnenschein. Die Sonne schien in der Summe 2014 gut 100 Std. länger als im langjährigen Mittel. (Der Strahlungsmesser an der Wetterstation musste am Ende des Jahres getauscht werden, weil sich zeigte, dass er zu viel Sonnenschein anzeigte. Die hier veröffentlichten Werte sind korrigiert und weichen von den monatlichen Wetterrückblicken des vergangenen Jahres ab.)

Der Spätsommer war warm und trocken. Bäche und Tümpel trockneten aus. Die Landwirte wird es gefreut haben. Erst am 21. November kam der erste Frost. Aber der Dezember war schon wieder sehr mild, von Winter keine Spur.

Von Stürmen blieben wir weitgehend verschont. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde mit 86 km/h schon am 3. Januar bei milden 9°C gemessen.

Das Wetter 2013

Das Wetter im Jahr 2013 begann mit einem langandauernden, kalten Winter. Der März, der ja eigentlich schon zum meteorologischen Frühling gehört, war der kälteste Monat des Jahres und der kälteste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Noch bis in die erste Aprilwoche gab es jede Nacht Frost. Aber dann stiegen die Monatsmitteltemperaturen für den Rest des Jahres wieder über das langjährige Mittel. Am wärmsten war mal wieder der Juli mit 19,2°C im Mittel. Der heißeste Tag war der 2. August mit 35,3°C. Im Durchschnitt war 2013 0,8°C wärmer als das 30jährige Mittel (1960 bis 1990). Vor allem der Dezember war 3°C wärmer als normal und lies keine Adventsstimmung aufkommen.

Der Trend zu einer ausgeprägten Frühjahrstrockenheit hat sich auch 2013 gezeigt.  Von Mitte Februar bis Mitte Mai herrschte Dürre. In der zweiten Maihälfte kam dann der große Regen. Auch im Juni sorgten Sommerregen für kleine Überschwemmungen. Starkregen mit mehr als 25 l/m² gab es 2013 an vier Tagen. Am 20. Juni fielen sogar 36 l/m² vom Himmel. Juli und August waren dagegen trocken und sommerlich heiß. Insgesamt war 2013 aber wieder ein nasses Jahr. Es fielen 120 l/m² Regen mehr vom Himmel als in einem durchschnittlichen Jahr. Schon seit 2010 liegt jedes Jahr die Niederschlagsmenge mindestens 15 % über dem langjährigen Mittel.

Die Sonne schien eher durchschnittlich häufig. Januar und Februar waren grau und trist. Auch im Mai fehlten über 70 Stunden Sonnenschein. Dafür wurden wir aber im Juli und August wieder reichlich entschädigt. (Der Strahlungsmesser an der Wetterstation musste am Ende des Jahres getauscht werden, weil sich zeigte, dass er zu viel Sonnenschein anzeigte. Die hier veröffentlichten Werte sind korrigiert und weichen von den monatlichen Wetterberichten des vergangenen Jahres ab.)

Am 28. Oktober fegte das Orkantief “Christian” über Nordwestdeutschland. Er erreichte in Osterholz-Scharmbeck eine Spitzenwindgeschwindigkeit von 106 km/h. Das war der stärkste Sturm seit 6 Jahren. Eine Zunahme der Häufigkeit von schweren Stürmen oder der Spitzenwindgeschwindigkeit lässt sich aber nicht erkennen.

Das Wetter 2012

Das Jahr begann nass und stürmisch. Im Dezember und Januar fielen extreme Niederschläge. Die 162l/m² Niederschlag im Januar waren der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wochenlang war die Hammeniederung überschwemmt und tausende von Gänsen und Schwänen haben sich darüber gefreut.

Nach einem nassen Winter mit folgte – wie in den Vorjahren – ein außerordentlich trockenes Frühjahr. Im Februar herrschte noch strenger Frost mit besten Bedingungen zum Schlittschuhlaufen. Am 7. Februar fiel das Thermometer auf -15°C, der kälteste Tag der letzten 10 Jahre. Aber schon im März wurde es fast 20°C warm, wie sonst erst im April. Der Sommer war dagegen verregnet. Das Niederschlagsdefizit aus dem Frühjahr wurde wieder ausgeglichen. Die Temperaturen blieben aber auch im Sommer trotz der vielen Regenwolken deutlich über dem langjährigen Mittel. Am heißesten war der 19. August mit 36,1°C. Mit Ausnahme des Februar war kein Monat kälter als das langjährige Mittel und insgesamt lag die Mitteltemperatur 2012 mit 9,5°C gut ein Grad über dem langjährigen Mittel.

Die Sonne schien etwas länger als im Durchschnitt der Jahre 1960 bis 1990. Das ist der Referenzzeitraum für das langjährige Mittel. Der August war der schönste Monat des Jahres mit dem längsten Sonnenschein, der höchsten Temperatur und einem durchschnittlichen Niederschlag.

Auf der Geest war der letzte Frost im Frühjahr am 17. April und der erste Frost im Herbst am 26. Oktober. Im Moor hat es allerdings auch zu den Eisheiligen noch Spätfröste gegeben.

Einen schweren Sturm gab es Anfang des Jahres, als am 3. und am 5. Januar Sturmböen mit über 100 km/h über die Stadt fegten.

Das Wetter 2011

Das Wetter im Jahr 2011 hatte einige Extreme zu bieten: es begann mit einem Frühjahr, das außergewöhnlich trocken, warm und sonnig war. Von Mitte Februar bis Mitte Mai herrschte Trockenheit. Der April war mehr als 5°C wärmer als im langjährigen Mittel und die Sonne schien fast 100 Std. länger als normal. Dieses Phänomen der Frühjahrstrockenheit wiederholt sich seit 2007 jedes Jahr und scheint eine Veränderung zu sein, die uns der Klimawandel beschert.

Darauf folgte ein verregneter Sommer mit zuwenig Sonnenschein und gemäßigten Temperaturen. Es gab nur an drei Tagen Temperaturen über 30°C. Am wärmsten war es am 28. Juni mit 31,6°C. Über extreme Hitze konnten wir uns nicht beklagen. Insgesamt lagen aber die Durchschnittstemperaturen aller Monate über den jeweiligen langjährigen Mittelwerten. Die Jahresmitteltemperatur war mit 10,04°C um 1,6° höher als der langjährige Durchschnitt (1960 bis 1990).

Die Sonne hat insgesamt 1649 Std. geschienen, das sind 130 Std. mehr  als sonst im Mittel. Schon seit 5 Jahren liegt die Sonnenscheindauer über dem Mittelwert. Das wird die Solaranlagenbetreiber freuen.

November und Dezember waren wiederum Ausnahmemonate: im November hat es fast gar nicht geregnet, dafür im Dezember mehr als 220l/m². Beides hat es so extrem noch nicht gegeben seit es Wettermessungen gibt. Die heftigen Niederschläge im Dezember sind auch verantwortlich für den Niederschlagsüberschuss im gesamten Jahr, der liegt 200 l über dem Durchschnittswert von 739 l/m².

Schwere Stürme haben wir jetzt schon mehrere Jahre nicht mehr gehabt. Am heftigsten hat es am 4. und 5. Februar gestürmt: da wurden auf der Mühle in Osterholz-Scharmbeck 88 km/h als stärkste Windböe gemessen.

Der kälteste Tag war mit -9,4°C bereits am 22. Februar. Der letzte Frost auf der Geest war am 29. März. Aber um den 3. und 5. Mai herum hat es im Moor noch einmal kräftigen Bodenfrost gegeben. Der erste Frost im Herbst kam auf der Geest am 11. November, aber bis Silvester ist noch kein nennenswerter Schnee gefallen. Der Winter hat sich noch nicht eingestellt.

Das Wetter 2010

Das Jahr 2010 war gekennzeichnet durch einen kalten Winter im Januar und Februar, einen heißen Juni und Juli und vor allem durch einen außerordentlich kalten Dezember. Mit -3,6°C war er der kälteste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die kälteste Nacht mit -13,5°C erlebten wir am 19. Dezember. Ein letzter Spätfrost kam noch einmal am 23. April. Den erste Frost im Herbst gab es am 7. November. Insgesamt hatten wir in den Wintermonaten an 103 Tagen Frost und auch eine außergewöhnlich lange Schneebedeckung. Durch die kalten Wintermonate wurde die Jahresdurchschnittstemperatur mit 8,2°C unter das langjährige Mittel abgesenkt. Damit ist das Jahr 2010 scheinbar das erste Jahr seit 1994 das keine Klimaerwärmung zeigt. Bei genauer Betrachtung zeigt sich aber, dass außer Mai wieder alle Monate außerhalb des Winters überdurchschnittlich warm waren. Die heiße Witterungsphase im Juni und Juli führte vor allem auf sandigen Böden zu Trockenschäden. Die höchste Temperatur wurde am 3. Juli mit 35,7°C erreicht. Es gab 35 Sommertage mit höheren Temperaturen als 25°C und 12 Tropentage mit mehr als 30°C.

Möglicherweise ist der kalte Winter aber auch auf die Klimaerwärmung zurückzuführen: durch die geringere Eisbedeckung in der Barents-See haben sich die vorherrschenden Windrichtungen um den Polarkreis verändert, was sich bis zu uns auswirkt. Wir haben neuerdings im Winter sehr kalte Nord- und Ostwinde und nicht mehr die feuchte-warme Luftströmung vom Atlantik.

Während von April bis Juli Trockenheit herrschte, waren Februar und März und dann August bis September deutlich regenreicher.  Der Spätsommer und Frühherbst waren dagegen kühl und feucht. Die höchste Regenmenge fiel am 13. August mit 30,5 l/m². Insgesamt lag die Niederschlagssumme mit 885 l/m² ca. 150 l höher als im langjährigen Mittel.

Die Sonne schien vor allem im April, Juni und Juli sehr ausgiebig. Am 27. Juni schien sie 16 Stunden und 15 min. Dagegen ließ sie sich im Spätsommer nicht mehr so lange blicken. Insgesamt hatten wir aber doch 137 Stunden länger Sonnenschein als in einem normalen Jahr.

Entgegen den Prognosen der Klimaforscher haben wir seit Jahren keine schweren Stürme mehr gehabt. Sowohl die absolute Spitzenwindgeschwindigkeit, als auch die durchschnittliche Windspitze zeigen eine leicht fallende Tendenz. Die stärkste Windböe wehte am 24. August mit 88 km/h über Osterholz-Scharmbeck.

Das Wetter 2009

2009 war wieder ein warmes Jahr. Die Durchschnittstemperatur von 9,9°C lag 1,5°C über dem langjährigen Mittel. Vom Winter ging es Anfang April gleich in den Sommer über. Plötzlich stieg das Thermometer auf 25°C. Äpfel und Flieder blühten gleichzeitig. Ebenso plötzlich fand im Dezember die Abkühlung statt. Der April war mit 12,7°C und der November mit 8,3°C sogar die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das bestätigt die Aussage der Klimaforscher, dass sich der Klimawandel vor allem in den Übergangsjahreszeiten Frühjahr und Herbst bemerkbar macht. Aber auch die Sommermonate Juli und August waren deutlich wärmer als normal. Am 20. August wurde mit 36,1°C die höchste Temperatur gemessen. Nur 1992 und 2003 war es schon einmal heißer. Der 19. Dezember war mit -11,5°C der kälteste Tag.

Die Regenmenge entsprach ziemlich genau dem langjährigen Mittel. Der Niederschlag fiel aber sehr ungleichmäßig. April und Mai waren sehr trocken und warm wie auch August und September. Es fehlte nicht nur der Regen, sondern durch die hohen Temperaturen war auch die Verdunstung erhöht, so dass die Austrocknung z.B. im Moor an dem Absacken und Aufreißen der Straßenbeläge deutlich sichtbar wurde. Im Juli und November regnete es dagegen mehr als 110 l/m². Den heftigsten Regen gab es am 25. Juli mit 26 l/m². Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 18. November über Osterholz-Scharmbeck gemessen. Das war mit 88 km/h aber “nur” eine Sturmböe. Von Unwettern größeren Ausmaßes blieben wir 2009 verschont.
Die Sonne hat uns wie schon in den Vorjahren wieder verwöhnt. 240 Überstunden hat sie gemacht. April und Mai waren mit jeweils 260 Std. noch sonniger als sonst die Sommermonate. Der April war nicht nur der wärmste, sondern auch der sonnenreichste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Das Wetter 2008

Der Winter 2007/2008 fand nicht statt. Das Jahr 2008 begann zwar mit einer kurzen Frostperiode, die Temperaturen stiegen aber schnell wieder auf frühlingshafte 10°C. Im Januar war es im Durchschnitt 4° C wärmer als normal. Die ungewöhnliche Wärme brachte aber auch viel Regen und Sturm. Die höchste Regenmenge des Jahres fiel bereits am 21. Januar mit 35 l/m². Das milde Wetter setzte sich im Februar fort. Die Forsythien blühten schon 3 Wochen vor ihrer Zeit. Die Natur war den kalendarischen Jahreszeiten weit voraus. Am 1. März kam das Sturmtief “Emma” mit 91 km/h und am 13. März “Kirsten” mit 90 km/h. Das waren auch schon die heftigsten Sturmböen im Jahr 2008. Im Herbst gab es keine Stürme. Der Winter war extrem nass: von Oktober bis März fielen 120 l/m² Niederschlag mehr als im langjährigen Mittel. Den letzten Frost gab es am 11. April. Aber dann kam ein trockenes und sonniges Frühjahr. Es war drei Monate sehr trocken und die Sonne schien im Mai 308 Std., das heißt über 100 Std. mehr als normal – das war der sonnigste und trockenste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Im Juli wurde es tropisch heiß und nass zugleich. Sommergewitter brachten viel Regen und gleichzeitig stieg das Thermometer an 7 Tagen auf über 30 °C. Der heißeste Tag war der 2. Juli mit 32,8°C.
Die Durchschnittstemperatur lag das ganze Jahr bis Dezember über dem langjährigen Mittel. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 10,1°C, das klingt nicht warm, aber es sind fast 2°C mehr als im dem zum Vergleich betrachteten Zeitraum von 1961 bis 1990 normal war. Die Sonne schien im Jahr 2008 1608 Std., durch den Rekord im Mai 126 Std. länger als sonst. Der Regenüberschuss im Januar und Juli wurde aber durch die trockenen Monate und die hohen Temperaturen schnell verbraucht. Insgesamt fiel mit 700 l/m² sogar etwas weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel.
Die ersten Nachtfröste gab es am 29. Oktober und einen kurzen frühen Wintereinbruch um den 21. November, sogar mit etwas Schnee.

Das Wetter 2007

Das Jahr 2007 hatte eine Durchschnittstemperatur von 10,6°C und war damit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, 2,2° höher als im langjährigen Mittel. Das lag vor allem am ersten Halbjahr, der Winter 2006/07und das Frühjahr waren viel zu warm. Statt der früher normalen Anzahl von ca. 80 Frosttagen gab es 2007 nur 29 Tage mit Temperaturen unter 0°C. Am kältesten wurde es am 23. Januar und am 22. Dezember mit jeweils -6°C. Das war auch für unser atlantisches Klima sehr milde.
Nach dem Winter, der eigentlich nur ein verlängerter Herbst war, folgte das wärmste Frühjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wiesen und Weiden waren nicht durch Frosteinwirkung braun gefärbt, sondern konnten in saftigem Grün weiter wachsen. Die Erwärmung setzte sehr rasch ein. Der April hatte eine Durchschnittstemperatur von 12,1°C und war 5°C wärmer als normal. Buschwindröschen und andere Frühjahrsblüher konnten schon 3 Wochen vor der Zeit ihre Knospen öffnen.
Die Niederschlagsmenge war im April mit 3,7 l/m² extrem niedrig . 6 Wochen herrschte Trockenheit und in der Landwirtschaft befürchtete man erhebliche Verluste durch vertrocknete Frühjahrssaaten. Der April blieb aber ein Ausnahmemonat, denn neun von 12 Monaten waren niederschlagsreicher als normal und die Gesamt-Regenmenge von ca. 1000l/m² lag 35 % über dem langjährigen Mittel.
Der Siebenschläfer Ende Juni war verregnet. Während viele Wetterregeln heute nicht mehr zutreffen, in diesem Jahr hat sich die alte Wetterregel bestätigt, dass nach einem verregneten Siebenschläfertag der ganze Sommer verregnet sein wird. Hitzerekorde wurden nicht gebrochen, aber die Durchschnittstemperatur lagen trotzdem fast immer über dem langjährigen Mittel. Nur an insgesamt sechs Tagen war es heißer als 30°C. Der wärmste Tag war der 16. Juli mit 33,7°C. Der Oktober war der einzige Monat mit “normalen” kühlen Temperaturen.
Trotz der vielen Niederschläge lag die Sonnenscheindauer 66 Std. über der Normaldauer. Das ist wiederum maßgeblich auf die extrem lange Sonnenscheindauer im April zurückzuführen, die allein schon 95 Std. Überschuss gegenüber einem normalen April-Sonnenschein beitrug.
Die heftigsten Niederschläge traten meist in Verbindung mit Sturmtiefs auf. Da waren zunächst am 18. bis 22. Januar “Franz” und “Kyrill” mit 60l/m², am 15. und 16. Juni gab es Sommergewitter mit 40l/m² und im Dezember die Sturmtiefs “Fridtjof” und “Hannes” mit 33l/m². Jedesmal war die Kanalisation überforderten und bestimmte Straßen wurden überfluteten.
Statt der sonst typischen Herbst- und Frühjahrsstürme gab es 2007 nur Winterstürme. Das Orkantief “Kyrill” am 18. Januar gilt als der schwerste Sturm seit 10 Jahren in Nordwesteuropa. Er richtete bei uns aber nur geringen Schaden an. Am 7. Dezember kam dann “Fridtjof” wiederum mit Böen über 100 km/h.

Das Wetter 2006

Das Jahr 2006 setzt den Reigen der Wärmerekorde fort. Insgesamt lag die Temperatur fast 2°C über dem langjährigen Mittel. Nur das Jahr 2000 war noch etwas wärmer.
Begonnen hat das Jahr allerdings mit einem kalten und ungewöhnlich langen Winter. Am 24. und 28. Januar gab es mit -10,5°C die kältesten Nächte. Der letzte Frost trat am 11. April auf. Die drei ersten Monate waren deutlich kälter als normal. Erst im Mai setzte schlagartig der Frühling ein.

Der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde der Juli 2006 mit einem Mittelwert von 22,2°C, d.h. er war 6° wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Bis zum 23. September gab es insgesamt 45 Sommertage über 25°C und 13 Tropentage mit Temperaturen über 30°C. Das sind ca. dreimal so viele heiße Tage wie in unserer Klimazone früher normal war und entspricht etwa dem langjährigen Mittel von Barcelona. Am heißesten war es am 20. Juli mit 35,1 °C.

Im Juli war nicht nur die Temperatur auf Rekordhöhe, sondern auch die Sonnenscheindauer mit 331 Stunden. Am längsten schien die Sonne am 11. Juni mit 16,2 Std.. Aber es lagen auch 6 Monate unter dem Sonnenschein-Durchschnittswert, so dass die Sonne insgesamt 60 Überstunden gemacht hat.
Vom heißen Juli ging es in den nassen August von einem Extrem ins andere. Nach zwei sehr trockenen Monaten flossen im August dreimal soviel Niederschläge wie im langjährigen Mittel und glichen die Niederschlagsbilanz wieder aus. Der “dickste Guss” kam mit 41 l auf den Quadratmeter am 22. August vom Himmel. Diese Sommergewitter sind aber lokale Ereignisse, die schon im Abstand von wenigen Kilometern sehr unterschiedliche Wassermengen liefern. Der Herbst war danach wieder verhältnismäßig trocken, so dass in der Jahresbilanz 703 l, d.h. 36 l Niederschlag weniger fielen als im langjährigen Mittel.

Zu dem ungewöhnlichen Wettergeschehen im Jahr 2006 gehört auch das Phänomen, dass der Herbst bis Silvester noch nicht dem Winter gewichen war. Zwar gab es am 1. November den ersten Nachtfrost, aber bis kurz vor Jahresende herrschte fast aprilhaftes Wetter mit milden 10°C und stürmischem Wind, der Silvester mit 93 km/h die höchste Windgeschwindigkeit im ganzen Jahr erreichte.

Das Wetter 2005

Das Jahr 2005 wird allen Osterholz-Scharmbeckern durch die katastrophale Windhose in Erinnerung bleiben, die am 28. Juli durch Scharmbeckstotel fegte. Hunderte von alten Bäumen wurden umgestürzt. Damit einher gingen lokal Gewitter und Hagelschauer mit Tischtennisball großen Eiskugeln nieder. Noch am nächsten Morgen fand man unter dem abgeschlagenen Laub der Bäume das Eis. Die Sommergewitter schütteten im Juli 181 l pro Quadratmeter vom Himmel – fast dreimal soviel wie ein durchschnittlicher Monatsniederschlag!
Das war ein katastrophales Extremereignis, mit dem wir im Rahmen der Klimaerwärmung zunehmend rechnen müssen.

Wie in den Vorjahren war die Jahresmitteltemperatur gegenüber dem langjährigen Mittelwert der letzten Jahrzehnte erhöht – um 1,3°C . Nur zwei Monate – der Februar und der August – waren geringfügig kühler als das langjährige Mittel. Am wärmsten wurde es bereits am 28. Mai mit 32,7°C. Darüber hinaus gab es nur drei weitere heiße Tage mit Temperaturen um 30°C, aber immerhin 28 Tage über 25°C.
Nach einem ungewöhnlich milden Januar kam der Winter verspätet im Februar und Anfang März. Am kältesten war es am 4. März mit -12,9°C. Der letzte Frost trat am 21. März und der erste Frost am 18. November auf. Der frostfreie Zeitraum betrug 281 Tage – da freuen sich die Gärtner!

Die Sonne schien über 100 Stunden länger als normal. Der Tag mit der längsten Sonnenscheindauer war der 19. Juni mit 16,4 h. Allerdings war der Himmel im Hochsommer, im Juli und August sehr bedeckt. Der Ausgleich kam aber danach als wunderschöner Altweibersommer im September und Oktober.

Im Unterschied zu den Vorjahren gab es mehrere orkanartige Stürme. Am heftigsten war sicher der eingangs erwähnte Wirbelsturm am 28. Juli, der aber sehr lokal wütete. Der Windmesser an der Biologischen Station registrierte “nur” 108 km/h. Am 12. Februar erreichte Sturmtief “Ulf” mit einer Orkanböe sogar 115 km/h. Auch am 8. Januar und am 16. Dezember stürmte es mit mehr als 100 km/h.

Das Wetter 2004

Das Wetter im Jahr 2004 war weniger spektakulär als 2003. Es fehlten die Klimaextreme, die so manchem von uns im Vorjahr zu schaffen gemacht hatten. Dennoch war es auch in diesem Jahr außergewöhnlich warm. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 9,5°C und lag somit 1,1°C über dem langjährigen Mittel. Zwar gab es keinen Supersommer wie im Jahr 2003, aber die Monatstemperaturen waren jeweils leicht erhöht. Kein Monat war kälter als das entsprechende langjährige Mittel.

Der mit Abstand wärmste Monat war der August; der heißeste Tag der 9. August mit 30,5°C. Im Vergleich dazu haben wir in den Vorjahren schon erheblich höhere Temperaturen erlebt. Der Winter 2003 auf 2004 war eigentlich gar keiner. Väterchen Frost war milde gestimmt: nur an acht Tagen herrschte Dauerfrost (Eistage). Die niedrigste Temperatur von –5,8°C wurde am 20. Februar gemessen. Der letzte Frost im Frühjahr trat am 27. Februar auf, der erste Frost im Herbst am 9. November. Damit setzt sich der Trend zu immer milderen Wintern und einer immer längeren frostfreien Periode fort. Insgesamt war der Temperaturverlauf 2004 viel ausgeglichener als im Rekordjahr 2003.

Trotz der höheren Durchschnittstemperatur hatten wir subjektiv nicht das Gefühl ein warmes Jahr zu erleben, weil sich die Sonne rar machte: sie schien 120 Stunden weniger als im langjährigen Mittel und sogar 520 Stunden weniger als im Jahr 2003. Mit 15,4 Stunden war der 29. Mai der längste Sonnentag. Der übrige Monat Mai sowie Juni und Juli zeigten sich dagegen ungewöhnlich wolkenverhangen. Erst im August wurde die jahreszeitgemäße Sonnenscheindauer wieder erreicht.
Auf einen nassen Winter folgte zwar ein trockenes Frühjahr, aber mit den Wolken im Juni und Juli kam der Regen wieder und „vermieste“ uns den Sommer. Am 23. September fiel mit 28 Litern pro Quadratmeter der heftigste Starkregen. Herbst und Frühwinter waren im Folgenden aber wieder trockener. Insgesamt fielen ca. 40 Liter Regen mehr als im langjährigen Durchschnitt. Für den noch vom Vorjahr gestressten Wald war der Regen aber ein Segen.

Auch in Bezug auf den Wind war das Jahr 2004 wie schon 2003 nicht besonders aufregend. Die heftigste Windböe fegte am 1. Februar mit 96 km/h über die Mühle von Rönn hinweg. Auch am 19. August, 21. September sowie an Heiligabend gab es Sturmböen. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass an unserem Windmesser wegen eines technischen Defekts von Ende Februar bis Ende Juni eine Messlücke auftrat.
Alles in allem setzten sich im Jahr 2004 die langjährigen Trends des globalen Klimawandels fort: die allgemeine Erwärmung, der monsunartige Sommerregen und die Verlängerung von Frühling und Herbst auf Kosten des Winters. Zumindest von Witterungsextremen sind wir verschont geblieben.

Das Wetter 2003

Das Wetter 2003 war außergewöhnlich warm, trocken und sonnig. Wie in den Vorjahren gab es spektakuläre Rekorde, aber das Pendel schlug diesmal in die andere Richtung aus. Nach der großen Flut in 2001 und 2002 kam ab Februar die große Dürre. Insgesamt regnete es nur 593 l/m² und damit knapp 150 l weniger als in durchschnittlichen Jahren. Der heftigste Schauer ging am 25. April mit knapp 26 l/m² nieder.

Aber es war nicht nur ungewöhnlich trocken, sondern auch wärmer, ja sogar tropisch heiß. Die Jahresmitteltemperatur betrug 9,4°C und lag damit 2003 wie auch die Vorjahre wieder ca. 1° höher als im Mittel der letzten 30 Jahre. Januar und besonders Februar waren noch kalt, wie es der Winter sein soll. Die Hamme fror zu und man konnte gut Schlittschuhlaufen. Es gab 15 Eistage mit Dauerfrost, davon allein 14 im Januar und Februar. Aber früher gab es in normalen Jahren eher 20 Eistage. Den stärksten Frost erlebten wir am 7. Januar mit minus 14,4°C. Das war schon mal der erste Rekord, wenn auch unter Null. Ab Anfang März stiegen die Temperaturen über 5°C. Der letzte Frost des Frühjahrs trat am 11. April auf. Mit Ausnahme eines kleinen Kälteeinbruchs während der Eisheiligen wurde es immer wärmer. Sieben Monate und ganz besonders die Sommermonate Juni bis August waren in der Durchschnittstemperatur um ca. 3° wärmer als normal. Es gab ab Anfang Juni insgesamt 15 Tropentage mit Temperaturen über 30°C, normalerweise haben wir davon nur vier. Die heißesten Tage waren die Hundstage am 9. und 12. August mit jeweils 36,5°C. So warm war es in Osterholz-Scharmbeck noch nie seit hier das Wetter gemessen wird. 20° betrug am 12. August der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Nur Januar, Februar und Oktober blieben kühler als das langjährige Mittel. Überraschend war der frühe Wintereinbruch in der zweiten Oktoberhälfte mit dem ersten Schnee und sogar Dauerfrost am 24. Oktober, den es so früh noch nicht gegeben hat. Damit hatten wir 200 frostfreie Tage 2003. Die Durchschnittstemperaturen blieben aber bis Mitte Dezember über 5°C. Die Vegetationsperiode, in der die Pflanzen wachsen dauerte damit 283 Tage.

Der Supersommer stellte nicht nur einen Hitzerekord auf, sondern auch die höchste bisher gemessene Sonnenscheindauer mit 1878 Stunden. Das sind fast 400 Stunden mehr als wir sonst genießen dürfen. Am längsten schien die Sonne am 1. Juni mit 15,6 Stunden.

Der Wind, das himmlische Kind, stellte 2003 ausnahmsweise keinen Rekord auf. Es gab keinen schweren oder orkanartigen Sturm. Am 8. und am 23. Juni wurden Spitzenwindgeschwindigkeiten von 80 km/h gemessen. Da waren wir aus den Vorjahren schlimmeres gewohnt.
Trockenheit, Hitze und intensiver Sonnenschein sind nicht nur ein Genuss für Sonnenanbeter, sondern auch Stress und lebensbedrohender Notstand für viele Mitmenschen und eine Natur, die an kühl-feuchtes Klima gewöhnt ist. Viele Bäume mussten vorzeitig die Blätter abwerfen und noch im nächsten Jahr wird man dem Wald ansehen, wie heiß der Sommer 2003 war. Das Problem beim Treibhauseffekt ist nicht der allmähliche Anstieg der Durchschnittstemperatur, sondern die Zunahme der Klimaextreme, die mit außergewöhnlicher Hitze, Kälte, Nässe oder Sturm die Grenzen unserer Belastbarkeit prüft oder sogar übersteigt.

Das Wetter 2002

Das Wetter im Jahr 2002 war nicht nur verregnet, sondern auch stürmisch und zu warm.

Nach dem nassen Herbst und Winter 2001 ging es im Februar 2002 gleich so weiter und im Juli, August und Oktober kam wieder mehr als doppelt so viel Regen wie in diesen Monaten normal wäre. Zwar erlebten wir keine Katastrophe, wie in anderen Landesteilen, aber Wümme und Wörpe traten wochenlang über die Ufer. Insgesamt waren acht Monate nasser als normal. In der Summe fielen 2002 mit 977 l/m² Niederschlag exakt soviel wie im Vorjahr und 238 l/m² mehr als im langjährige Mittel. Der meiste Niederschlag fiel am 5. August mit 42,3 l/m².

Trotz der hohen Niederschläge setzte sich im Jahr 2002 die Klimaerwärmung mit der Erhöhung der Durchschnittstemperaturen fort. Der Mittelwert der Lufttemperatur betrug 9,7°C und lag damit 1,3°C über dem langjährigen Mittel. Die ersten neun Monate waren durchweg wärmer als normal, besonders der Februar und August mit jeweils ca. 4° über dem langjährigen Mittel. Der wärmste Tag war der 18. Juni mit 34,5°C. Ab Oktober sank die Temperatur drastisch auf die Hälfte des Vormonats und blieb unter der Durchschnittstemperatur bis in den Dezember, der sogar 3° kälter war als gewöhnlich. Der kälteste Tag war der 10. Dezember mit –11,4°C. Insgesamt gab es 21 Eistage mit Dauerfrost, davon aber allein 18 im Dezember, und sieben heiße Tage mit Temperaturen über 30°. Die größte Temperaturdifferenz zwischen Minimum und Maximum wies wiederum der 18. Juni mit 18,4° auf, die Quecksilbersäule stieg von 16,1 auf 34,5°C an. Die trockenste Luft kam am 4. April aus Osten mit nur 51% relativer Feuchtigkeit.

Den letzten Frost gab es am 9. April und den ersten im Herbst am 5. November. Dazwischen lagen 211 frostfreie Tage. Ab dem 20. Januar war es bis Mitte November wärmer als 5°C. Damit dauerte die Vegetationsperiode, in der die Pflanzen wachsen können 304 Tage und war extrem lang.

Die Sonne schien 1529 Stunden im Jahr. Das wird die Besitzer einer Solaranlage freuen, denn das waren ca. 50 Std. mehr als im langjährigen Mittel. Am längsten schien die Sonne am 2. Juni mit 15,2 Std..

In den letzten drei Jahren dreht sich die Hauptwindrichtung von Südwest immer weiter nach Süden. Die Hauptwindrichtung lag 2002 genau im Süden und daher kamen auch die Stürme: An fünf Tagen lag die Spitzenwindgeschwindigkeit über 100 km/h. Besonders stürmisch war der Jahresbeginn: am 28. Januar erreichte eine Spitzenwindböe 122 km/h, am 26. Februar fegte der Orkan “Anna” mit 126,4 km/h über Osterholz-Scharmbeck und am 27. Oktober kam “Jeanett” mit 109 km/h über uns.

Das Wetter 2001

Was uns vom Jahr 2001 wirklich im Gedächtnis bleiben wird sind die großen Regenfälle im Juni und vor allem September. In beiden Monaten fielen Rekordniederschläge, wie es sie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Teufelsmoor noch nicht gegeben hat. 237 l/m² – viermal soviel wie normalerweise – führten im September zu großflächigen Überschwemmungen an allen Flüssen. In der Summe war dann 2001 mit 974 l/m² Niederschlag auch besonders regenreich: 235 l/m² mehr als das langjährige Mittel von 739 l/m². Der meiste Niederschlag fiel ausgerechnet am 9. September, dem Tag der Kommunalwahl, mit 48,5 l/m². Nur 1993 hat es schon einmal exakt genauso viel geregnet wie in diesem Jahr.

Das Jahr 2001 war wieder einmal wärmer als der Durchschnitt der vergangenen 40 Jahre, aber nicht so warm wie das Jahr 2000. Der Mittelwert der Lufttemperatur betrug 9,3°C und lag damit 0,9°C über dem langjährigen Mittel. Acht Monate waren wärmer als normal, besonders der Juli und August. Mit dem großen Regen im September kam die Abkühlung, aber im anschließenden Oktober konnte man sich noch einmal aufwärmen. Der wärmste Tag war der 15. August mit 32,9°C, der letzte Tag des Jahres war gleichzeitig der kälteste Tag, am Sylvestermorgen sank das Thermometer auf –9,3°C. Insgesamt gab es 15 Eistage mit Dauerfrost und 4 heiße Tage mit Temperaturen über 30°C – die sogenannten Hundstage im August. Die größte Temperaturdifferenz zwischen Minimum und Maximum wies der 3. Mai mit 17,4°C auf, an dem die Quecksilbersäule von 8,5 auf 25,9°C stieg. Die trockenste Luft kam am 11. Mai aus Osten mit nur 53% relativer Feuchtigkeit.

Den letzten Frost gab es am 14. April und den ersten im Herbst am 8. November. Dazwischen lagen 209 frostfreie Tage und an 250 Tagen war es im Mittel wärmer als 5°C, damit bezeichnet man die Länge der Vegetationsperiode, in der die Pflanzen wachsen können.

Die Sonne schien 1446 Stunden im Jahr. Das wird die Besitzer einer Solaranlage interessieren. Das sind zwar 40 Std. mehr als im vergangenen Jahr, aber immer noch 40 weniger als im langjährigen Mittel. Am längsten schien die Sonne am 25. Mai mit 14,9 Std..

2001 war zwar verregnet aber nicht besonders stürmisch: Die stärkste Windböe fegte am 11. Juli mit 110 km/h über Osterholz-Scharmbeck. Nur am 28. Dezember gab es noch einmal einen Sturm mit über 100 km/h.

Nicht viele Bauernregeln haben sich in 2001 erfüllt. Aber wenn der Winter so weitergeht wie er im Dezember angefangen hat, könnte sich wohl die alte Bauernregel bewahrheiten, dass auf einen warmen Oktober ein strenger Winter folgt.

Das Wetter 2000

Im Verlauf der Temperaturkurve zeigt sich deutlich die Wirkung des Treibhauseffektes: der Durchschnittswert und fast alle Monatswerte liegen deutlich über der Durchschnittstemperatur der vergangenen Jahrzehnte, im Mittel sind es exakt 2°C. Nur der Juli machte eine Ausnahme und war 0,7 °C kühler als normal. Ungewöhnlich war die frühe Erwärmung in der ersten Jahreshälfte schon mit 4,8 °C im Februar. An 312 Tagen des Jahres war es wärmer als 5 °C, damit beschreibt man die Länge der Vegetationsperiode, d.h. die Pflanzen konnten wachsen. Früher rechnete man nur mit 220 Tagen über 5°C. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist absehbar, daß sich in unserer Tier- und Pflanzenwelt einiges ändern wird. Höhere Durchschnittstemperaturen bedeuten aber auch höhere Verdunstung. Deshalb stand weniger Wasser für die Grundwasserneubildung zur Verfügung.

Der heißeste Tag war der 20. Juni mit 35 °C in zwei Meter Höhe, am Erdboden wurde es sogar 41 °C heiß. Auch die Sonnenscheindauer war an diesem Tag mit 15,1 Std. am längsten.

Am kältesten wurde es einen Tag vor Weihnachten mit -8,5 °C.

Trotz der höheren Temperaturen schien die Sonne insgesamt (nur) 1403 Stunden über Osterholz-Scharmbeck, das sind ca. 80 Stunden weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Die Niederschlagsmenge war auch kleiner als normal: es fielen 656 mm Niederschlag, das sind nur 88 % des langjährigen Mittels. Dabei waren acht Monate trockener als sonst, aber der März brachte dafür die dreifache Regenmenge. Die größte Regenmenge an einem Tag prasselte bei einem Sommergewitter am 25. Juli mit 24,5 l/m³ aus den Wolken. Der Regen fiel gleichmäßig verteilt. Deshalb hatten wir wohl das Gefühl, keinen richtigen Sommer erlebt zu haben.

Der Wind kam wie gewohnt überwiegend aus Südwest. Die stärkste Windböe fegte mit 118 km/h am 30. Oktober mit dem Orkantief “Oratia” über Osterholz-Scharmbeck. Der höchste Luftdruck herrschte mit 1031 hPa bei knackigem Frost am 10. Januar, während der tiefste Luftdruck bei vergleichsweise milden 8°C mit 980 hPa am 7. November gemessen wurde.

Kontakt

Rufen sie uns an! (04791) 9656990

Rufen sie uns an! Kontaktformular

Aktuelles

Kalender

  • Heute:
  • Demnächst:

    Das Wetter

  • Osterholz-Scharmbeck
    Bewölkt mit Regenschauern
    11°C
    Luftfeuchtigkeit: 93%
    Wind: 25 km/h SW