Monatsrückblick

Nach einem sommerlichen Monatsbeginn kam die Schafskälte über den Landkreis. Die Tageshöchsttemperatur fiel vom dritten auf den vierten Juni um 10°C. Ab dem 10. Juni sanken dann die Nachttemperaturen auch nicht mehr unter 10°C. Insgesamt gab es schon 13 Sommertage im Juni und die Monatsmitteltemperatur betrug 17,6°C, d.h. 2,5° mehr als im langjährigen Mittel (1960-1990). Der erste Hitzetag des Jahres war der 26. Juni mit 30,5°C. Am 18. Juni gab es einen Starkregen in Osterholz-Scharmbeck mit mehr als 30l/m². Das war fast die Hälfte der gesamten Regenmenge im Monat Juni. Sommerliche Gewitterschauer sind meist sehr lokal. Deshalb ist die in der Kreisstadt gemessene Niederschlagsmenge nicht unbedingt repräsentativ für den ganzen Landkreis. Die Sonne schien vor allem in der zweiten Monatshälfte reichlich und machte im Vergleich mit dem langjährigen Mittel 40 Überstunden.

Das Osterholzer Wetter im Juni 2020

Im Juli gab es bei uns – anders als in Süddeutschland – keinen Hitzerekord. Die Durchschnittstemperatur von 17,9°C ist zwar deutlich höher als im langjährigen Mittel, aber 2006 betrug sie schon einmal mehr als 22°C. Allerdings war der heißeste Tag des Monats, der 4. Juli mit 36,4°C nur 0,1°C kühler als der bisherige Temperaturrekord vom 9.August 2003. Nach der ersten heißen Juliwoche kühlte es kräftig ab. Ständig gingen Gewitterschauer nieder. Nur an wenigen Tagen hat es nicht geregnet. Am Monatsende wurden nicht einmal mehr 20°C erreicht und am letzten Tag waren die Nachttemperaturen schon einstellig. Der Juli war richtig verregnet: die Regenmenge lag ungefähr doppelt so hoch wie im langjährigen Mittel von 1960 bis 1990. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass der Juli inzwischen der niederschlagsreichste Monat des Jahres ist.

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  • 27. März 2020

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