Torf gehört ins Moor

Unsere Moore sind in einem mild-feuchten Klima gewachsen, in einer Landschaft mit ständig hohen Grundwasserständen. Wasserüberschuss und extrem saure Bedingungen haben dazu geführt, dass die Moorvegetation nicht, wie in den meisten anderen Ökosystemen, zersetzt werden konnte. Torf ist daher nichts anderes als abgestorbenes Pflanzenmaterial. In einem Jahr ist das Moor etwa 1 mm gewachsen. Das entspricht einen Meter Torf in 1000 Jahren. Die Pflanzen haben der Atmosphäre durch ihr Wachstum Kohlenstoff entzogen und ihn dann langfristig in Form von Torf gebunden. Auf diese Weise haben die Moore auch zu einer Kühlung des Klimas beigetragen.

Der Schutz der Moore ist aus verschiedenen Gründen unerlässlich. Als ein extremer Lebensraum beherbergt er zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die nur hier vorkommen können. Aber auch aus Klimaschutzgründen müssen wir unsere Moore unbedingt erhalten! Durch den Abbau von Torf und die land- und forstwirtschaftliche Nutzung werden Kohlen- und Stickstoff infolge der fortschreitenden Zersetzung nach jahrtausendelanger Speicherung als Treibhausgase Kohlendioxid und Lachgas wieder in die Atmosphäre frei gesetzt. Die Zerstörung der Moore trägt damit wesentlich zum Klimawandel bei!

Torfabbau im Teufelsmoor

Auch im Teufelsmoor wird leider immer noch Torf abgebaut, so wie im Huvenhoopsmoor bei Gnarrenburg. Im Günnemoor zwischen den Ortschaften Teufelsmoor, Bornreihe und Verlüßmoor wurde 2012 der Torfabbau eingestellt. Inzwischen ist das Gebiet vollständig wieder vernässt.

Die Chronik des Torfabbaus im Günnemoor finden Sie hier.

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